Betoninseln

Das aus Tokyo stammende Architekturbüro SAKO Architects hat einen Projektvorschlag konzipiert, welcher künstliche Inselgruppen zum Schutz vor zukünftigen Tsunamis beinhaltet. In dem kürzlich Veröffentlichten Artikel auf New Scientist spielt wiederum Beton eine wichtige rolle. (>siehe FORENSIKEN: Betonzyklen)

Um die enormen Kosten von circa 255 Millionen Dollar pro Insel zu mindern, sollen die Außenwände, bestehend aus 50 Zentimeter dickem Stahlbeton, aus recyceltem Schutt der Tsunami Katastrophe hergestellt werden.

Grafik: Sako Architects

Durch den kontinuierlichen Anstieg des Meeresspiegels sei laut Pruned nicht auszuschliessen, dass diese und ähnliche zukünftige Projekte noch höher in den Himmel schiessen:

Extending this a bit further, perhaps we could imagine these islands growing still higher, tsunami or no tsunami. People will keep adding more and more elevations, not even stopping when they’re safe from the reach of freak megatsunamis. Each new stratum will compel them to lay down a new layer. It’s a kind of geo-pathology, incubated over all those decades of disaster-proofing their archipelagos. The islanders won’t be able to resist such terraforming compulsion, and in only a few more decades, the coastal landscape of Japan will approximate the karst landscape of Guangxi.

Durch die oben genannten Beispiele kann man schnell zu einer noch radikaleren Vermutung kommen als die, die bereits durch den Betonzyklus skizziert wurde.

Sollen sich in Zukunft eventuell ganze Länder und Kontinente aus einer erhöhten Betonlandschaft, aus recyceltem Schutt, heraus formieren und somit letztendlich den gesamten Globus bedecken um uns vor androhenden Wassermassen zu schützen?

Sherwin-Williams ‘Cover the Earth’ logo, design ca. 1890

Advertisements